plsm – nutzerorientierte Gestaltung von öffentlichen Räumen mit Hilfe von Sensorik

Gefördert von:

Projektinfo

public life – smart measurement ist der Versuch, Gestaltung von öffentlichem Raum, Stadtforschung und Digitalisierung zusammen zu denken. Das Projekt wurde Ende 2021 abgeschlossen. In unserem Blog wurden Forschungserkenntnisse und Entwicklungen dokumentiert.

Ziel war die Entwicklung eines Sensorik-Systems zur Bestimmung des Nutzerverhaltens in öffentlichen Räumen. Die gemessenen Nutzeraktivitäten sollten als Basis für die Gestaltung einer naturnahen Spiellandschaft im Rheydter Stadtwald dienen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Nutzeranalyse wurde der Naturspielplatz prototypisch werden. public life – smart measurement wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Ziel war die Entwicklung eines Sensorik-Systems zur Bestimmung des Nutzerverhaltens in öffentlichen Räumen. Die gemessenen Nutzeraktivitäten sollten als Basis für die Gestaltung einer naturnahen Spiellandschaft im Rheydter Stadtwald dienen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Nutzeranalyse wurde der Naturspielplatz prototypisch werden. public life – smart measurement wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Kern unseres Projektes ist das behutsame und schrittweise Planen und Umsetzen.

Wir starten mit einer groben Idee, bauen einen Prototyp und beobachten wie er funktioniert. Darauf aufbauend optimieren wir unseren Prototypen.

Für die Spielfläche bedeutet das: Wir starten mit der Planung einer groben Idee und bauen diese jedes Jahr einmal um. Drei Jahre lang. Je nachdem, wie die Menschen die Spielfläche annehmen und nutzen.

Zeitgleich entwickeln wir ein Sensor-System mit entsprechender Software, die uns helfen soll das Nutzerverhalten auf der Spielfläche zu analysieren und auszuwerten. Auch hier folgt die Entwicklung der Technik dem Zyklus: analysieren-bauen-testen.

Zyklus

Das Herzstück des Projektes ist der Zyklus: analysieren-bauen-testen. Das gilt für die Entwicklung des Sensor-Systems genauso wie für die Spiellandschaft im Stadtwald.

Wir starteten mit einer groben Idee, bauten einen Prototyp und beobachteten, wie er funktioniert. Darauf aufbauend optimierten wir unseren Prototypen.

Für die Spielfläche bedeutete das: Wir starten mit der Planung einer groben Idee und bauen diese jedes Jahr einmal um. Drei Jahre lang. Je nachdem, wie die Menschen die Spielfläche annehmen und nutzen. Unteranderem durch die Corona-Pandemie kam es bei diesem Vorhaben zu Verzögerungen, sodass die Umbauphasen auf eine Intervention reduziert werden musste. Mehr dazu im Blog.

Zeitgleich entwickelten wir ein Sensor-System mit entsprechender Software, die uns helfen sollte, das Nutzerverhalten auf der Spielfläche zu analysieren und auszuwerten. Auch hier folgt die Entwicklung der Technik dem Zyklus: analysieren-bauen-testen.

Technik

Wir wollen ein Sensorsystem einsetzen, das uns hilft das Verhalten der Nutzer vor Ort besser zu verstehen. Die Sensoren sollen Bewegungen, akustische Signale und Wetterdaten erfassen.

Hierfür wurde eine dazu passende Software programmiert, die das Nutzerverhalten vor Ort anonym aufzeichnet. Dabei sollte die generelle Anzahl der Besucher und deren Bewegungslinien digital erfasst werden. Diese Daten sollten gemeinsam mit Wetterdaten kombiniert werden, da das Verhalten von uns Menschen im Freien stark von der Witterung abhängt.

Die Daten werden interpretiert und in einem leicht verständlichen grafischen Interface dargestellt. Die Entwicklung des Interface ist genauso Bestandteil des Projektes wie das Testen und Auswählen geeigneter Sensorik und die Entwicklung der gesamten Hard-und Software-Architektur. Somit wurden fast alle Aspekte von Grund auf neu entwickelt. Entsprechend gab es anfangs keinen festen Plan, den wir umsetzten. Vielmehr konnte sich je nach Erkenntnis unsere Vorgehensweise ändern.

Über die Entwicklung der Technik informieren wir in unserem Blog.

Hierfür wurde eine dazu passende Software programmiert, die das Nutzerverhalten vor Ort anonym aufzeichnet. Dabei sollte die generelle Anzahl der Besucher und deren Bewegungslinien digital erfasst werden. Diese Daten sollten gemeinsam mit Wetterdaten kombiniert werden, da das Verhalten von uns Menschen im Freien stark von der Witterung abhängt.

Die Daten werden interpretiert und in einem leicht verständlichen grafischen Interface dargestellt. Die Entwicklung des Interface ist genauso Bestandteil des Projektes wie das Testen und Auswählen geeigneter Sensorik und die Entwicklung der gesamten Hard-und Software-Architektur. Somit wurden fast alle Aspekte von Grund auf neu entwickelt. Entsprechend gab es anfangs keinen festen Plan, den wir umsetzten. Vielmehr konnte sich je nach Erkenntnis unsere Vorgehensweise ändern.

Über die Entwicklung der Technik informieren wir in unserem Blog.

Das Erheben von digitalen Daten ist eine Gratwanderung. Auf der einen Seite wollen wir soviel wie möglich über die Menschen und ihr Verhalten im öffentlichen Raum erfahren, um künftig Räume nach den Bedürfnissen der Nutzer auszurichten. Auf der anderen Seite kann das Sammeln und interpretieren von Daten auch in eine Art von Überwachungs- und Kontrollwahn abdriften. Genau das wollen wir vermeiden. Aus diesem Grund halten wir sechs unverrückbare Werte hoch die unser tägliches Handeln und Denken prägen.

Werte

Das öffentliche Leben und das Sammeln von Daten ist ein sensibles Thema. Deswegen braucht unser Projekt klare Werte die uns bei unserer Arbeit Orientierung bieten.

Das Erheben von digitalen Daten ist eine Gratwanderung. Auf der einen Seite wollen wir soviel wie möglich über die Menschen und ihr Verhalten im öffentlichen Raum erfahren, um künftig Räume nach den Bedürfnissen der Nutzer auszurichten. Auf der anderen Seite kann das Sammeln und interpretieren von Daten auch in eine Art von Überwachungs- und Kontrollwahn abdriften. Genau das wollen wir vermeiden. Aus diesem Grund halten wir sechs unverrückbare Werte hoch die unser tägliches Handeln und Denken prägen.

1. Menschen zuerst

Wenn wir Daten erheben, dann muss dies dazu beitragen, das Leben im Stadtraum zu verbessern. Immer im Sinne der Menschen, die den Stadtraum nutzen. Nur aus diesem Grund erheben wir Daten. Gibt es keinen erkennbaren Mehrwert für die Bürger, erheben wir keine Daten.

2. Anonym

Die freie Nutzung von öffentlichen Räumen hängt unmittelbar mit der persönlichen Freiheit zusammen. Jeder muss selbst entscheiden dürfen, ob er sich im öffentlichen Raum anonym bewegen möchte oder nicht. Wir erheben keine persönlichen Daten. Wir interessieren uns für die allgemeinen Bewegungsmuster, nicht für die einzelne Person.

3. Nur so viel wie nötig

Das Jagen und Sammeln steckt uns Menschen in den Genen. Fangen wir einmal an mit dem Jagen und Sammeln von Daten, kann es passieren, dass wir den Überblick verlieren und nicht mehr wissen, wann Schluss sein muss. Damit wir in keinen Rausch verfallen, stellen wir uns immer wieder die Frage: Brauchen wir die Daten wirklich, bringen sie uns wirklich weiter?

4. Offen

Die Daten, die wir erheben, und unsere Software wollen wir öffentlich und zugänglich machen. So können auch andere Entwickler damit arbeiten und Stadtraum besser machen. Gleichzeitig stellen wir damit sicher, dass jeder einsehen kann, welche Daten die Software erhebt und wie sie verarbeitet wird.

5. Transparenz

Jeder soll sich über unser Projekt informieren können und wissen, was wir machen und wie wir vorgehen. Grundvoraussetzung ist hierfür Transparenz. Auf unserer Website dokumentieren wir in unserem Blog den Fortschritt des Projektes und beschreiben, welche Sensorik wir gerade testen und zu welchen Zweck. Auch analog wollen wir transparent Handeln. Die Orte im öffentlichen Raum, an denen wir Sensorik verwenden, sind immer mit Hinweisschildern kenntlich gemacht.

6. Selbstvertrauen

Zuerst vertrauen wir auf uns als Menschen und unsere Intuition. Dann dem Algorithmus. Das bedeutet, dass in unserem Handeln und Entscheidungen die Erkenntnisse aus den digitalen Messungen zwar maßgeblich einfließen. Trotzdem wollen wir den Erkenntnissen aus den Daten nicht blind vertrauen und kritisch hinterfragen. Wir Menschen entscheiden, nicht die Technik.